Gaming Maus mit oder ohne Kabel?

Die altbewährte Computermaus ist für viele Zocker das Eingabemedium schlechthin. Gerade als Fan von rasanten und zackigen First Person Shooter kommt man um die Anschaffung dieser Peripherie kaum umhin. 

Eine Maus ist für diese Gattung von Spielen das ideale Eingabegerät und es scheint fast, als wäre die Maus speziell für Ego-Shooter erfunden worden. Oder – etwas überspitzt formuliert – sogar umgekehrt. Die Maus ist flexibel, ergonomisch, hochfunktional und – sehr präzise.

Aber, und damit kommen wir auf den Punkt – ist sie das wirklich? Ist jede beliebige Maus wirklich dafür ausgelegt, ein echt gutes Spielerlebnis zu vermitteln? Klar, ein Dreitasten-Office-Gerät aus den frühen 1990ern ziemlich sicher nicht. Eine Gaming-Maus kommt der Idee schon sehr viel näher.


Gaming Maus mit oder ohne Kabel - das ist hier die Frage


Aber analog zu herkömmlichen Geräten fürs Büro, wird auch bei Mäusen fürs Gaming grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Bauarten unterschieden: Den kabellosen und denen, die sich per Kabel mit dem PC verbinden.


Wenn du gerade vor der Qual der Wahl stehst oder du dich vielleicht auch „nur“ für das Thema interessierst, solltest du die folgenden Zeilen ganz aufmerksam lesen.


In ihrer grundsätzlichen Funktionalität gleichen sich die jeweiligen Modelle beinahe wie ein Ei dem anderen. Meistens gibt es belegbare Tasten oder andere nützliche Ausstattungsmerkmale, die dir das Leben als leidenschaftlicher Zocker erleichtern.

Der sprichwörtliche Teufel sitzt wie so oft im Detail.


Denn vergleicht man Wireless-Gaming-Mäuse mit kabelgebundenen Alternativen, ergeben sich feine, aber sehr ausschlaggebende Unterschiede, die im Folgenden erläutert werden.


Gaming-Maus mit Kabel oder ohne - Darin unterscheiden sie sich

Der ausschlaggebende Grund dafür, dass sich ein Videospieler für ein kabelgebundenes Gerät entscheidet, ist wohl, dass diese Peripherie eine deutlich verminderte Reaktionszeit vorzuweisen hat.

Durch die Verbindung mit dem Computer per Kabel lassen sich Daten außerordentlich schnell und weitestgehend verlustfrei transferieren. Bei der Variante mittels Bluetooth oder Funk ist das in weitaus geringerem Umfang der Fall.
Was im ersten Moment nicht besonders spektakulär und höchstens nach uninteressantem, hochgestochenen Technik-Bla-bla klingt, hat im Endeffekt aber durchaus große Auswirkungen auf dich als Spieler. Denn bei kabellosen Lösungen reagiert die Eingabe (ausgelöst durch die langsamere Datenübertragungsrate (auch Latenz genannt)) zeitverzögert. Natürlich bewegt sich diese Verzögerung lediglich im Bereich von Millisekunden. Im Normalbetrieb fällt das kaum bis überhaupt nicht auf.

Aber gerade bei schnellen Games, bei denen es auf eine präzise und reaktionsschnelle Eingabe ankommt, sind Mäuse, die über eine hohe Latenz verfügen (also eine langsamere Datendurchsatzrate haben) im Nachteil.

Der nächste Unterschied zwischen kabelgebundenen und kabellosen Mäusen list nicht minder subtil.
Der Betrieb von kabellosen Eingabegeräten setzt eine Stromquelle voraus. Sonst wäre es der Peripherie unmöglich, Daten an den Rechner zu schicken. Und wie sieht eine solche Versorgungsquelle aus? In Form von Akkus und Batterien. Und die müssen entweder aufgeladen oder ersetzt werden. Und das kostet Geld. Womit wir bei einem ganz großen Nachteil auf Seiten der Bluetooth- und Funkmäuse sind.
Dieser Umstand prädestiniert eine kabelgebundene Maus aber nicht automatisch zur besten Wahl. Denn bedenke, ein Kabel auf dem Schreibtisch behindert dich unter Umständen beim Spielen. Zusätzlich stört es mitunter auch optisch. Denn eine „Schnur“ quer über den Arbeitsplatz sieht nicht gerade ordentlich oder gediegen aus.

Beachten solltest du ebenfalls, dass Wireless-Mäuse in der Regel teurer und schwerer sind. In diesem Punkt haben die kabelgebundenen Varianten einen leichten Vorteil.

Wie immer du dich auch entscheidest – tue es nach deinen Vorstellungen und Wünschen. Wichtig ist es nicht, mit einer Gaming-Maus anzugeben. Es kommt auch nicht darauf an, wie schön sie ist oder was sie „hermacht“. 
Sie sollte dir vielmehr ein optimales und befriedigendes Spielerlebnis vermitteln und deinem Hobby Glanz verleihen.

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Stefan
 

Stefan ist leidenschaftlicher Gamer seit 2007 und hat früher tausende von Stunden in Games wie World of Warcraft, Starcraft 2 oder League of Legends verbracht. Mit zockergear.de hilft er Gamern, das richtige Equipment zum Zocken zu finden.