Wie viele Lüfter braucht ein Gaming PC?

In einem unserer früheren Artikel haben wir bereits angesprochen, dass dein Gaming PC über eine adäquate Lüftung verfügen sollte.

Bevor wir uns nun des eigentlichen Themas dieses Beitrages widmen und darauf eingehen wollen, wie viele Lüfter für ein ausgewogenes Videospielsystem sinnvoll sind, möchten wir noch ein paar generelle Worte zum Thema „Gaming-PC-Kühlung“ verlieren.

verschiedene RGB lüfter beim gaming pc

Grundsätzlich gibt es nämlich zwei denkbare Varianten, auf die du dich beim Bau deines Zocker-Computers stützen kannst: zum einen die klassische und sehr weit verbreitete Art des Lüfter Systems (mit kleinen „Ventilatoren“ die Luft an- oder absaugen) oder die Möglichkeit einer Wasserkühlung.

Welche Wahl für dich die richtige ist, entscheidest du nach verschiedensten Kriterien. Wirst du kein High-End Gaming System im Wert von mehreren tausend Euro besitzen und hast du auch nicht vor, deinen Prozessor auf Biegen und Brechen zu übertakten, brauchst du nicht notwendigerweise eine Wasserkühlung. Das ist dahingehend ein großer Vorteil, als dass eine solche Kühlanlage in der Regel wesentlich teurer ist, als sein Pendant mit Lüftern.

Wir beschränken uns jedoch, wie weiter oben bereits angekündigt, im Rahmen dieses Artikels ohnehin auf die konventionelle Luftkühlung und stellen uns allem voran die Frage, wie viele Lüfter wir überhaupt sinnvollerweise für einen guten Gaming-PC benötigen.


Wie funktioniert eigentlich die Kühlung mittels eines Ventilators?

cpu lüfter beim gaming pc

Das eigentliche Prinzip der Luftkühlung beruht darauf, dass etwa auf die CPU (den Prozessor, der zentralen Recheneinheit deines Gaming-PCs) ein Gestell angebracht wird, auf dessen unterer Seite eine Kühlplatte befestigt ist. Diese ist dafür zuständig, die Wärme, die die CPU absondert, abzuleiten und über (vorzugsweise) Kupferleitungen an die umgebende Luft weiterzugeben.

Damit dies gelingt und um einen optimalen Wärmeaustausch zwischen Recheneinheit und Lüfter zu garantieren, wird auf die Oberfläche des Prozessors in der Regel eine Substanz aufgetragen, die die erzeugte Hitze weiterleitet. Hierbei handelt es sich um die altbekannte Wärmeleitpaste. Sie sollte nur hauchdünn und sparsam verteilt werden. Lieber ein kleines Stück zu wenig, als damit zu protzen.


Der CPU-Lüfter gibt die über die Leitungen transportierte Wärme an die Luft ab, welche dann von der durch die Gehäuselüfter generierte Zirkulation aus dem System geleitet werden.

Analog zum Lüfterbeispiel funktioniert dies auch bei der Grafikkarte und dem Netzteil. Jede dieser Komponenten verfügt über einen oder mehrere Ventilatoren, denen während des Spielbetriebs die Aufgabe anheimfällt, Hitze von der Recheneinheit zu nehmen und sie in die Umgebungsluft im Gehäuseinneren zu leiten.


Wie viele Lüfter solltest du jetzt jedoch an oder in deinem Gehäuse anbringen?

Zunächst sollte festgehalten werden, dass die erforderliche und vernünftige Anzahl von Lüftern für dein System immer auch von der Größe des verwendeten Gehäuses abhängig ist.

Als Faustregel lässt sich aber festhalten, dass eine Summe von drei Lüftern niemals fehlplatziert ist. Dabei teilt sich das Verhältnis folgendermaßen auf: Zwei Ventilatoren an der Vorderseite des Gehäuses und einer auf dessen Rückwand.

Die beiden Fans vorne sorgen dafür, dass Luft in das Innere deines PCs gesogen und der rückwärtige dafür, dass die Hitze ausgestoßen wird. Dies garantiert im Groben eine gute Durchlüftung deines Systems und sorgt dafür, dass sich im Gehäuse weder Hitze staut, noch dass sich zu viel Staub bildet.


Die vorderen Lüfter sollten im Verhältnis zum hinteren etwas tiefer gesetzt werden, da sich auf diese Weise ein sogenannter „Kamineffekt“ bilden kann. Dabei entsteht durch den Temperaturunterschied im Inneren deines Computers ein Druckverhältnis, das es der heißen, weniger dichten Luft erlaubt, aufzusteigen und über den rückwärtigen Lüfter einfach nach außen transportiert zu werden.


Achte auch ein wenig auf Unter- beziehungsweise Überdruck. Entsteht im Gehäuse ein Unterdruck, erhöht sich einerseits zwar die Kühlleistung (was ja nicht unbedingt ungewollt ist), andererseits aber bildet sich dadurch mehr Staub auf den Innenkomponenten deines Geräts. Du solltest dich vor zu intensiver Staubbildung tunlichst hüten, da sie einer guten Luftzirkulation im Wege steht. Vergiss daher nicht auf eine gelegentliche Innenreinigung deines PCs und ordne bei dieser Gelegenheit auch das Kabelwerk. Nötigenfalls mit Kabelbindern und / oder Vergleichbarem. So gewährleistest du die optimale Kühlung deines PCs und sorgst dafür, dass Komponenten wie Grafikkarte, Prozessor, Netzteil und Mainboard das höchstmögliche Maß an Leistung bringen und erhöhst gleichzeitig ohne allzu großen Aufwand deren Lebensdauer.


Im Grunde war das die ganze Antwort auf die Frage, wie viele Lüfter für einen (respektive deinen) Gaming PC nötig sind. Wie im Text bereits erwähnt, machst du – zusammenfassend – nichts falsch, wenn du am Gehäuse deines Videospiel-Systems drei Ventilatoren anbringst. Zwei vorne, damit Luft in die Box gelangt und einen an der Rückseite, um die Abluft wieder heraus zu bekommen. 

Um es noch einmal festzuhalten: Die Kühlung deines Gaming-PCs mittels Lüfter ist die gängigste Methode, um dein System in der bestmöglichen Temperaturspanne zu halten. Für ausgefallenere, nicht ganz alltägliche Anwendungen garantiert die Wasserkühlung eine weitere Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit und Stabilität deines Computers zusätzlich zu optimieren. Dies ist in der Regel jedoch kostspieliger und auch in Sachen Installation und Handhabung nicht unbedingt jedermanns Sache.

Wir hoffen, dass du nun im Bilde bist und wir dir die Frage „Wie viele Lüfter braucht ein Gaming PC“ adäquat beantworten konnten. Wenn du nach einem Gaming PC Komplettset suchst, könnte zum Beispiel der gaming pc für 600 euro in Frage kommen.
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Stefan
 

Stefan ist leidenschaftlicher Gamer seit 2007 und hat früher tausende von Stunden in Games wie World of Warcraft, Starcraft 2 oder League of Legends verbracht. Mit zockergear.de hilft er Gamern, das richtige Equipment zum Zocken zu finden.