Gaming PC aufrüsten oder neu kaufen? Was ist besser für mich?

Eins ist klar: Videospiele entwickeln sich schnell weiter und ebenso deren Anforderungen. Deshalb stehen Gamer häufig vor dem Problem eines zu langsamen Rechners.

In diesem Fall gibt es zwei Optionen, den Gaming PC aufrüsten oder einen neuen zusammenstellen. Beide Möglichkeiten sind je nach Situation sinnvoll.

Gaming PC upgraden - die Vorteile

Das liebe Geld ist der größte Pluspunkt, wenn wir einen Gaming PC aufrüsten und keinen neuen kaufen. Der Besitzer tauscht die aktuell relevanten Bauteile aus und zahlt nur den Preis dieser wenigen Bauteile. Alle noch ausreichend dimensionierten Komponenten bleiben dagegen erhalten.

Teilweise bieten modernere Bauteile auch nur sehr geringe Vorteile, wie beispielsweise die Prozessoren der letzten Jahre. Ein Intel i7 Prozessor der siebten Generation ist nur marginal schneller als ein Modell der Vierten.

Der zweite wichtige Aspekt ist der Zeitaufwand. Ein neuer Rechner muss konfiguriert, gekauft, installiert und für das Spielen vorbereitet werden. All das verbraucht viel Zeit. Viele Komponenten können dagegen ohne große Umstände im Gaming PC upgraden und das Betriebssystem funktioniert dennoch weiter.

In manchen Fällen sind eventuell neue Treiber erforderlich, beispielsweise bei Grafikkarten. Lediglich der Austausch des Mainboards oder eine neue Systemfestplatte erfordert eine Neuinstallation.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Umweltschutz. Ja, auch wir Gamer dürfen daran denken. Jedes neu produzierte Bauteil verbraucht natürliche Ressourcen und die Produktion erzeugt Kohlenstoffdioxid und andere Abfallprodukte.

Ein neuer Rechner ist nur dann nötig, wenn fast alles an der aktuellen Kiste in die Binsen geht. Ansonsten können die verbleibenden Komponenten weitergenutzt werden, wenn wir unseren Gaming PC aufrüsten. Das schont nicht nur die Umwelt, es spart dem Spieler viel Geld.

Gaming PC aufrüsten - was zuerst?

Welche Komponenten eines Rechners tauschen Spieler im Idealfall zu welchem Zeitpunkt? Das ist eine sehr häufige und vor allem wichtige Frage. In der Regel solltest du deinen Gaming PC aufrüsten, wenn einzelne Titel nicht mehr flüssig laufen. Das kann mehrere Ursachen haben und mittels praktischer Software können sie ermittelt werden.

Grundsätzlich gibt es nur drei Komponenten, die das Spielevergnügen maßgeblich einschränken: Prozessor, Grafikkarte und Arbeitsspeicher. Wir möchten natürlich als Erstes das limitierende Bauteil tauschen, weshalb wir das Problem erst mal auf eine Komponente eingrenzen. Gamer wissen nach der folgenden Analyse, wenn wir einen PC aufrüsten, was zuerst wichtig ist.


Das Analyseprogramm installieren und einrichten

Wir benötigen nun ein wichtiges und sehr praktisches Programm: MSI Afterburner. Es ist völlig kostenfrei verfügbar und eignet sich auch für Hardware, die nicht aus dem Hause MSI stammt. Eigentlich ist das Programm für die Übertaktung von Grafikkarten geeignet, bietet aber viele weitere Features und diese machen wir uns hier zunutze. Ist das Programm installiert, sind die folgenden Schritte zur Einrichtung nötig:


1. MSI Afterburner starten.

2. Prüfen, ob MSI Afterburner RSST gestartet wurde, es erscheint ein entsprechendes Symbol im Windows-Tray.

3. Im MSI Afterburner Fenster befindet sich unten ein Button "Settings". Dieser führt ins Einstellungsmenü. Danach den Tab "Überwachung" öffnen.

5. Die Punkte "GPU usage", "Memory usage", "Framerate" und "RAM usage" aktivieren und jeweils den Haken bei "Show On-Screen Display" weiter unten im Fenster setzen.

6. Abschließend für jeden Prozessorkern Schritt fünf durchführen. Die Kerne werden als "CPU1 usage", "CPU2 usage" und so weiter angezeigt.

7. Aus dem Tray den MSI Afterburner RSST starten und die Einstellungen nach den eigenen Wünschen konfigurieren. Wichtig ist dabei nur der Punkt "Show On-Screen Display".

Ingame sieht das ganze dann inetwa so aus:

msi afterburner ingame metrics

Den limitierenden Faktor ermitteln

Nach diesen sieben Schritten wird in jedem Spiel die Auslastung von RAM, Prozessor und Grafikkarte angezeigt. Dementsprechend kann der limitierende Faktor leicht ermittelt werden. Was wir allerdings wissen sollten, ist der verfügbare Arbeitsspeicher und Grafikspeicher. Nur dann ist erkennbar, wann dieser ausgereizt ist. Danach starten wir das ruckelnde Spiel und gehen zum problematischen Punkt. Ist die Grafikkarte zu 95 Prozent ausgelastet oder der Grafikspeicher voll, limitiert diese Komponente die Leistung. Dasselbe gilt für vollen Arbeitsspeicher.


Etwas komplexer wird es, wenn der Prozessor an seine Grenzen stößt. Betriebssystem und Sensoren stoßen an ihre Grenzen der Analyse, da die Umsetzung des Spiels in den Händen der Entwickler liegt. Deshalb ist hier ein weiterer Test relevant: Wir setzen nun die Auflösung und alle anderen Einstellungen unseres Spieles auf das absolute Minimum. Am Problempunkt angekommen zeigt die FPS-Zahl das maximal Mögliche für den Prozessor an.

Stefan
 

Stefan ist leidenschaftlicher Gamer seit 2007 und hat tausende von Stunden in Games wie World of Warcraft, Starcraft 2 oder League of Legends verbracht. Mit zockergear.de hilft er Gamern, das richtige Equipment zum Zocken zu finden.

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